Kontakt

Juni 2022 – Sind „schlech­te“ Zähne Schick­sal?

„Ich habe meine schlechten Zähne geerbt!”, diese Aussage hört man gelegentlich im Bekanntenkreis. Entscheiden die Erbanlagen aber wirklich über die Zahn- und Mundgesundheit des Menschen? Sind „schlechte“ Zähne Schicksal? Angesichts der Tatsache, dass einige Menschen ihre Zähne vorbildlich pflegen, aber dennoch häufig Probleme damit haben, könnte man zu dieser Vermutung gelangen.

Tatsächlich spielt die Vererbung aber nur in geringem Maße eine Rolle. Zum Beispiel entsteht eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) eher bei einer entsprechenden erblichen Veranlagung: Das Immunsystem reagiert bei einem Teil der Bevölkerung stärker auf Bakterien in Zahnbelägen mit einer Entzündungsreaktion. Weiterhin ist bei manchen Menschen die Anfälligkeit für Karies erhöht, weil der Zahnschmelz weniger widerstandsfähig ist. Auch sehr eng stehende Zähne oder Zahnfehlstellungen werden oft vererbt. Das führt zum Beispiel dazu, dass die Zahnpflege erschwert ist und Schmutznischen entstehen, die das Karies- und Entzündungsrisiko erhöhen.

Mundgesundheit ist dennoch selten „Schicksal“

Entscheidender als unsere Gene für die Zahn- und Mundgesundheit ist jedoch, wie gut Zähne und Zahnfleisch gepflegt werden – denn die Auslöser sowohl von Karies als auch von Parodontitis sind bakterielle Beläge. Diese entstehen täglich neu. Entsprechend müssen sie durch die eigene tägliche Zahnpflege sorgfältig entfernt werden.

Weiterhin sind regelmäßige Kontrolltermine und zahnärztliche Prophylaxemaßnahmen wie die professionelle Zahnreinigung von entscheidender Bedeutung. Letztere ist vor allem deshalb so wichtig, weil dabei bakterielle Beläge auch an schwer erreichbaren Stellen entfernt werden.

Darüber hinaus wird die Mundgesundheit noch durch Ernährungs- und Genussmittelgewohnheiten beeinflusst.

Wir beraten Sie gern dazu, wie Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch gesundhalten können.

 

Zur nächsten News dieses Monats: Tipps zu Zahnzusatzversicherungen